Kooperation startet zwischen TIW und der Sonne eG.
Wolfenbüttel. Wer möchte nicht aktiv zur Energiewende beitragen, ungenutzte Dachflächen für die Solarstromgewinnung nutzen und dabei möglichst viele Menschen beteiligen?
Jetzt wurden in kurzen Abständen zwei Photovoltaikanlagen auf den beiden Technologiegebäuden (TG 1 und TG 2) des Technischen Innovationszentrums Wolfenbüttel (TIW) am Exer in der Lessingstadt realisiert, um in erster Linie einen Beitrag zur Gewinnung von „grüner“ Energie aus regenerativen Anlagen zu generieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten . Dazu trafen sich nun die Kooperationspartner von SONNE eG und des TIW zu einem Lokaltermin. Anwesend waren TIW-Geschäftsführerin Carola Weitner-Kehl, Vorstandsvorsitzender Prof. Wolf-Rüdiger Umbach sowie der SONNE eG-Vorstand Nanno Peters und Egbert Homeister sowie Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Holger Brüggemann und ein Vertreter des Solaranlagen-Fachbetriebs Gast & Partner aus Braunschweig, Simon Rabe.
Die zwei Photovoltaik-Dächer des TIW, die jeweils eine Größe von 444 Quadratmetern haben, wurden seitens der SONNE eG angemietet. „Entstanden sind zwei 99,9 kWp Volleinspeise-Photovoltaikanlage (kWp ist die maximale Leistungsfähigkeit der Module – unter idealen Bedingungen). Investiert wurden von 50 Genossinnen und Genossen in beide Dachprojekte rund 180 000 Euro. „Auf einer Fläche von 888 Quadratmetern wurden insgesamt 444 Module montiert.“, erklärte Peters. Die Planung, Genehmigung, Errichtung, Betrieb und Wartung liegen im Verantwortungsbereich des Betreibers, also der SONNE eG. Das Konzept sieht eine Mietdauer von vorerst 20 Jahren Laufzeit vor. Die Anlagen gelten als wartungsarm und werden einmal jährlich überprüft. Mit den aktuellen EEG-Vergütungen plane man mit einer Rendite von rund drei Prozent.
Die Süd-Ost-Niedersachsen-Energiegenossenschaft eG (SONNE eG) wurde von Mitstreitern aus der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel ins Leben gerufen. „Wir wollen die Energiewende aktiv vorantreiben“, beschreibt Nanno Peters das Ziel der Genossenschaft. Im Süden Niedersachsens soll eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Energiezukunft gestaltet werden. "Wir streben danach, die gemeinschaftliche Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen lokal zu intensivieren. Die SONNE eG arbeitet dabei komplett ehrenamtlich und beauftragt lokale Unternehmen“, unterstrich er.
Dabei liege der Fokus nicht auf privaten Dächern, sondern auch auf landwirtschaftlichen Betrieben, mittelständischen Unternehmen, kommunalen Einrichtungen und anderen Institutionen. „Wir kooperieren mit weiteren lokalen Energiegenossenschaften, um die Energiewende lokal voranzubringen“, blickt Homeister in die nahe Zukunft. „Wir planen auch weitere Anlagen, Interessenten können sich gerne in unseren Newsletter eintragen“ (https://sonne-eg.de)
Prof. Wolf-Rüdiger Umbach bezeichnete das Projekt als gelungene Kooperation mit innovativem Aspekt. „Es ist sehr schnell in vier Monaten fertiggestellt worden, eine tolle Leistung. Alles hat sehr gut geklappt und ist in Windeseile hochgezogen worden. Erst im September 2024 sei das Projekt beschlossen worden und im Januar 2025 war es erledigt“, lobte Umbach. Er attestierte eine „problemlose und konstruktive Zusammenarbeit“.
Und Egbert Homeister dankte für die Begleitung und Unterstützung des TIW und Gast & Partner für die schnelle und professionelle Umsetzung. TIW-Geschäftsführerin Carola Weitner-Kehl betonte, nicht das Finanzielle sei hierbei im Vordergrund gestanden, sondern man wolle der Aufgabe gerecht werden, gemeinnützige Ziele, d. h. nachhaltige Ideen, die insbesondere aus der Hochschule kommen, zu fördern und vor allem zu realisieren. Die SONNE eG wolle die Energiewende vorantreiben, und das sei wichtig und positiv zu bewerten.